Donnerstag, 18. September 2014

Experiment mit Inkodye-Stoff-Fotografie

Fragt nicht, seit wann mir das heutige Stoff-Foto-Experiment schon auf der Seele lag! Im März, beim Nähtreffen in Berlin, hatte Elke ein Experiment mit einem Inkodye-Päckchen dieses Shops gezeigt. Die Zauberemulsion gibt es in mehreren Farben und beim-nicht so einfachen Auftragen ist sie zunächst farblos. Erst, wenn man das Ganze dem UV-Licht aussetzt, beginnt der Färbevorgang. Abgedeckte Flächen bleiben weiß. Es funktioniert also tatsächlich wie Fotografie. Ein wirklich reizvolles Spielzeug-nur nicht ganz billig. Mein erster Versuch mit einem auf Overheadfolie mit dem Tintenstrahldrucker ausgedruckten Fotonegativ der Lieblingssängerin der Grazien sah dann so aus:
Inkodye, Lumo, fotografie auf Stoff
Zunächst waren die entstandenen Kontraste wirklich hübsch, nur das eilige, ungeduldige Auswaschen der Fotoemulsion -per Hand- war wohl zu halbherzig , also waren die Shirts nach dem Federballspiel bei strahlenden Sonnenschein nachbelichtet und damit nicht mehr vorzeigbar. Hier ein Foto von vor dem Belichtungsgau:
Inkodye, Lumo, fotografie auf Stoff
Gestern habe ich das Auswaschen ernst genommen-aber ganz der Reihe nach. Diesmal habe ich es einmal farbtechnisch mit einem Blockstreifenmuster versucht, schließlich standen Fläschchen in Kupfer und Plaume griffbereit in meinem Kreativlager. Die Versuchsanordnung vor dem Raustragen in die Sonne sah so aus-die Farben sieht man natürlich noch nicht, nur das, was Schatten werfen soll und weiß bleibt. Die Blätter habe ich mit einer Glasscheibe eines Billigbilderrahmens abgedeckt, damit die Umrisse möglichst scharf werden:
Die Große hatte sich schon gleich ein Pflanzenfotoshirt gewünscht und auch immer danach gefragt. Der Herbst naht mit Riesenschritten und so ging es den Blätten gestern endlich an den Kragen. Hier  die Schattenwürfe der Brombeere mal in groß:
Fast ist mir ja der Kontrast zu einem Blütenweiß des Stoffes zu krass, besser wäre sicher ein naturfarbener Jersey gewesen. Aber es ist schon wirklich faszinierend, was sich so an Details ergibt:
Inkodye, Lumo, fotografie auf Stoff
 Und das Kind war auch total glücklich mit dem Ergebnis. Gleich heute ist sie damit losgestiefelt:
Der Rücken gefällt mir fast noch besser, denn vorn waren die Überlappungen der zwei Farnzweige etwas ungünstig,
Inkodye, Lumo, fotografie auf Stoff
Das Physiklehrerkind in mir ist jedenfalls schwer begeistert von der krassen Färbetinte. Ein feiner Spaß, um im Zeitalter der Digitalfotografie den Kindern diese Lichttechnik hautnah zu zeigen-im wahrsten Sinne des Wortes! :-)

Liebe kreative Donnerstagsgrüße
von Nicole

Montag, 15. September 2014

Buntorgie-auf die Reste fertig los!

Grau, grau, grau, dunkel und NASS! Schlägt euch das Wetter auch so aufs Gemüt? Ich habe mir gestern ein wenig selbst auf die Sprünge geholfen und tief in die bunte Stoffkiste gegriffen. Der Käfer wird schließlich immer größer, braucht neue Pullis und außerdem wird es Zeit, dass ich so manches Streichelstöffchen verarbeite, sonst mag sie es nicht mehr. Achtung, das wird richtig lang heute...alle sind nach dem tollen Fancy-Girl-Schnitt aus Ottobre 4/2012 entstanden.
Die Monster von Bora sind ja sososo goldig! Die Rückenpasse ist nicht im Originalschnitt enthalten, ich finde sie jedoch ganz stimmig und so können noch mehr Reste vernäht werden.
Hänsel und Gretel haben auch gerade noch so gereicht-nun sind sie da wo sie hingehören, am Kind.

Und zum Schluss musste noch ein Resteshirt aus meiner eigenen Feder gebaut werden. Die langen
schmalen Reststreifen des "Garden" fand ich prima als Frontzierde. Die Shirtfront von Fancy-Girl setze ich für die Version ohne Raffung einfach wieder als Basicschnitt zusammen. Die Breite der oberen Passe ist dabei mein Anhaltspunkt, wieviel ich im Stoffbruch des Unterteils wieder herausnehmen muss, denn so eine Raffung ist am Ende kein großer Zauber.
 
Und siehe da: Die Farborgie hat sogar wieder die Sonne rausgekitzelt. Bei euch auch?

Liebe Montagsgrüße 
von Nicole

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